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FIGUR

Die figürliche Skulptur hat meine abstrakte Bildhauerei immer begleitet.  

Die Motive, die ich in figürlichen Skulpturen umsetzen will,  entstehen bei der Betrachtung des menschlichen Körpers. Seit einiger Zeit sind dies vor allem Motive aus Sport und Artistik – das Dehnen, Strecken, Winden der Körper -, die mich zu Skulpturen anregen.

Für die Ausstellung im Sommer 2025 in der ehemaligen Klosterkirche in Oberndorf am Neckar entstanden eine Reihe von Werken zu meinem Ausstellungs-Thema „Streben“. In der Mitte des großen barocken Kirchenraumes konnte ich die Bodeninstallation „Hände“ mit 36 sich nach oben streckenden Hand- und Armpaaren verwirklichen. Daneben die große Marmorskulptur STREBEN, die sich bis aufs Maximale um die eigene Achse dreht.

Große Steinskulptur von Jens Hogh-Binder

Für die mittleren und kleineren Formate der figürlichen Arbeiten verwende ich portugiesischen Marmor oder Sandstein.

Die Skulpturen zeigen oft  Überdehnungen oder Drehungen bei sportlichen Übungen oder bei Yoga und Pilates-Figuren. Inhaltlich beschäftigt mich hier der fortwährende menschliche Versuch, den eigenen Körper zu Höchstleistungen zu bringen und sich selbst zu übertreffen.

Oft ist es der weibliche Körper, den ich in den Skulpturen darstelle. Die Posen, den die Tänzerinnen oder Artistinnen  einnehmen, zeigen ausbalancierte und beherrschte Körper mit durchgespannten Formen. Bildhauerisch habe ich damit  eine Fülle von Möglichkeiten um plastische Volumen auszuarbeiten und ästhetisch zu vollenden.

Eine Quelle der Inspiration ist dabei der Tanz, da sich in dieser Disziplin alles um Bewegung und Schönheit dreht.  

Die Harmonie der Bewegungen, Körperspannung und -beherrschung, die Bewegungslust der Tänzer/innen sind für mich sowohl Anregung wie Herausforderung bei der plastischen Umsetzung und Formfindung in meinen Skulpturen.